Die Deutschen Friedensnobelpreiskandidaten Im Kaiserreich 1901-1918
Thomas Sirges, Michael Schmidt
Inbunden, 2017
1 369 kr
Del 4 i serien Norwegische Beitraege Zur Germanistik
859 kr
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Seit der ›anthropologischen Wende‹ der Aufklärung ist Religion als kontingentes Symbolsystem sichtbar geworden. Der Mensch wird damit vor die Aufgabe gestellt, dieses Symbolsystem kontinuierlich neu zu gestalten. In einer Zeit der zugespitzten Kultur- und Symbolkrise nimmt sich Hugo von Hofmannsthal dichterisch dieser Aufgabe an. Am Beispiel der Ehe-Thematik in den späten Komödien Hofmannsthals beschreibt die vorliegende Studie diese ›Poetik des Religiösen‹ als religionswissenschaftlich vorgeprägte Gedankenfigur, die verbindliche Symbole durch den rationalen Regress an den anthropologischen Urgrund neu zu erzeugen versucht. In den Blick rücken daher Vorstellungen wie das ›Soziale‹ oder die ›höhere Notwendigkeit‹ als Garanten für religiöse Verbindlichkeit jenseits des Christentums.