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Selten besteht Politik aus rein zweckrationalem Handeln. Politische Überzeugungen entstehen nur begrenzt aus der Kraft der besseren Argumente im politischen Diskurs oder aus der Fähigkeit, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Neben der Legitimation durch Diskurs- und Zweckrationalität spielen vor allem auch nicht reflektierte vorpolitische Auffassungen eine bedeutende Rolle sowohl bei der Stabilisierung eines politischen Systems als auch bei der politischen Mobilisierung. Dieses Buch untersucht die Relevanz des religiösen wie auch des politischen Glaubens für die Politik.
Prof. Dr. Yves Bizeul lehrt Politikwissenschaft an der Universität Rostock.
Verflechtung und Teilentflechtung von religiösem Glauben und Politik.- Indirekte Auswirkungen des religiösen Glaubens auf Wirtschaft und Politik.- Religiöser Furor, Moral und Politik.- Politische Theologie und Zivilreligion.- Ideologie und „politische Religionen“.- Die Utopie.- Der politische Mythos.- Die politischen Rituale.- Die politischen Symbole.- Der geschichtliche Narrationenfundus.- Propaganda und politische Inszenierungen.
"[Die] Untersuchung liefert einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der politischen Kultur und bietet darüber hinaus vielfältige Anknüpfungspunkte für religionsphilosophische und theologische Fragestellungen." Theologische Literaturzeitung, 135-2010