In der Stadtplanung spielt Care – verstanden als Tätigkeiten im Haushalt, in der Betreuung und Pflege, als Care-Ethik oder als Vorsorge zum Erhalt des Planeten – bislang eine untergeordnete Rolle. Mit der "Caring City" wird seit einigen Jahren ein neues Leitbild in der akademischen und stadtpolitischen Diskussion verhandelt, das diese Leerstelle zum Ausgangspunkt nimmt, um neu über Stadt und ihre Planung nachzudenken. Das Buch diskutiert, inwiefern es sich um ein transformatives Leitbild für die Stadtplanung handelt, das nicht nur hilft, Versorgungslücken zu schließen, sondern ein grundsätzliches Umdenken über Städte und städtische Planung und Entwicklung ermöglicht.
Sandra Huning forscht und lehrt an der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund. Schwerpunkte ihrer aktuellen Arbeit sind feministische Planungstheorien und die Rolle von Emotionen in Planungskonflikten.Hannah Müller promoviert an der Bauhaus-Universität Weimar im DFG-Graduiertenkolleg "gewohnter Wandel“ zu Care-Funktionen von Wohnraum in Thüringer Kleinstädten.
Einleitung.- Die Care-Krise und ihre Folgen.- Lokalpolitik für die Caring City – Internationale Beispiele und Erfahrungen.- Stadträumliche Dimensionen der Care-Krise.- Stadtplanung aus der Care-Perspektive weiterdenken.- Fazit.