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Das Gebet ist ein reizvolles Thema, weil es ein Phänomen auf der Schwelle ist und viel verspricht: nämlich eine Brücke zu sein zwischen Himmel und Erde, Kontaktort von Endlichem und Unendlichem und ein ultimativer Trost für die menschliche Einsamkeit - und doch ist für viele Zeitgenossen das Beten, auch wenn sie seine Verheißung durchaus noch vernehmen, keine Möglichkeit mehr. Für das Nachdenken der Theologie ist es nicht nur als schwierig gewordener Vollzug wichtig. Darüber hinaus öffnet es eine Tür zur fundamentalen Frage, wie überhaupt von Gott zu sprechen sei. Diese Frage beantworten der katholische Religionshistoriker und Jesuit Michel de Certeau und der evangelische Theologe Günter Bader originell und mutig. Sie greifen dabei immer wieder zurück auf das Gebet, in dem neue Rede von Gott entsteht. Ausgehend von Römer 8 wird das Gebet insgesamt als ein metaphorisches Geschehen sichtbar, das im wortlosen Seufzen nicht nur ein Ende, sondern auch einen Anfang vernehmbar macht.
Geboren 1983; Studium der Ev. Theologie in Bonn, Jerusalem, Mainz und Marburg; 2014-19 Assistentin am Lehrstuhl für Systematische Theologie an der Universität Zürich bei Christiane Tietz; Pfarrerin in der Reformierten Kirchgemeinde Eulachtal.
I. Einleitung1. Zur Praxis des Betens und ihren zeitbedingten Problemen2. Forschungsüberblick. Antwortversuche auf das Gebet in der Krise3. Systematische Exposition. Zur theologischen Verortung und zum Erfahrungsbezug des Gebets als Antwort auf die Sinnkrise der Gottesrede4. Vorhaben und Aufbau der ArbeitII. Metapher und Gebet. Exegetische und metapherntheoretische Perspektiven1. Einführung. Römer 8,26 als biblischer Referenzpunkt der Gebetstheologie2. Auslegung3. Die Metapher des Seufzens4. Die Metapher in der jüngeren theologischen Diskussion5. Exkurs zum Seufzen in der pietistischen Frömmigkeitstradition. Sprachskepsis und ihre AporieIII. Das Gebet als Begehren des Fremden. Zur Dynamik des Glaubens bei Michel de Certeau1. Einleitung2. Das Gebet im Kontext der frühen Arbeiten zur Spiritualität. Begriffsklärungen3. Die "Mystische Fabel"4. Verlust und Gewinn. Das Christentum der Gegenwart5. Taktik und Gebet. Erkundungen im Großstadtmilieu6. ResümeeIV. Die Anrufung des Namens als Urmetapher. Zum Ursprung der Sprache Günter Bader1. Einleitung2. Grundlegung: Die vermittelnde Rolle der Metapher3. Auslegungen. Gebet und Metapher in vier theologischen Kontexten4. ResümeeV. Rückblick und Ausblick. Gebet als anfängliche Sprache1. Gesamtanlage der Arbeit2. Die Überlieferung als Sprachhilfe3. Gott ‒ nur im Gebet?4. Erst glauben und dann beten? Der Ansatzpunkt der Theologie bei Michel de Certeau und Günter Bader5. Die Rolle der Metapher