Die Vielfalt der bekannten JHWH-Namen und die Tatsache, dass es keine spezifische JHWH-Ikonographie gibt, führt zu der These, dass es vor dem Exil unterschiedliche Ursprünge JHWHs und regionale Erscheinungsformen dieses Gottes gab. Der polyjahwistische und polyikonographische Ansatz zum Jahwismus führt zu einem Mosaik regional unterschiedlicher, religiös inhomogener Cluster, die erst in der nachexilischen Zeit von judäischen und samarischen Auslegungsinstanzen miteinander harmonisiert wurden.
Geboren 1961; ist Professorin für „Geschichte und Religion Israels und seiner Umwelt" an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig, außerordentliche Professorin für Altertumswissenschaften an der University of Stellenbosch/Südafrika, Gastprofessorin für Biblische Archäologie an der Bar-Ilan-Universität/Israel sowie ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.
1. Introduction: The Goal and Thesis of the Study2. YHWH's Origin(s) and Diachronic Development in Actual Scholarship3. YHWH's Divine Names, Epithets and Attributes in the Texts4. The Iconographic Repertoire of Levantine Deities5. YHWH's Numerous Names, Epithets and Possible Polyiconography6. Conclusion: Polyyahwism and Polyiconography7. Outlook