Das Verhältnis von Einzelner und Gemeinschaft, Selbst und Anderem bildet die Grundlage für Emanuel Hirschs Anthropologie, Harmatiologie, Theologie und Soteriologie. Oskar Hoffmann rekonstruiert in seiner Dissertationsschrift Hirschs existentialphänomenologische Aktualisierung der lutherischen Rechtfertigungslehre unter den Begriffen Gesetz und Evangelium auf anerkennungstheoretische Weise. Im Zuge dieser intersubjektivitätstheoretischen Interpretation von Hirschs Theologie wird gezeigt, dass sich mit Emanuel Hirsch und in Abgrenzung zu seiner völkisch-rassistischen Ideologie ein starker Begriff von Individualität entwickeln lässt, der einerseits das Erlösungsgeschehen in Jesus Christus überzeugend zu entfalten ermöglicht und andererseits Hirschs Theologie anschlussfähig für aktuelle theologische, philosophische und soziologische Debatten macht.
Geboren 1984; 2012 Magister Philosophie; 2015/16 und 2017-19 Wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Systematische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen; 2022 Promotion sowie Zweites Theol. Examen in der EKBO, 2023-26 Pfarrer in Berlin Haselhorst; Wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Dogmatik und Gender an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.
EinleitungTeil I - Die Wirklichkeit des Lebens als gesetzliches GottesverhältnisA Der Mensch als Subjekt unter Subjekten - die Einzelne und die GemeinschaftB Das persönliche Gewissen - Tiefen und UntiefenC Gott - das ganz Andere als Grund und Grenze menschlichen DaseinsTeil II - Die Neubestimmung der Wirklichkeit in Jesus ChristusD Die Möglichkeit von positiver OffenbarungE Die Wirklichkeit im Lichte der Offenbarung in Jesus ChristusVersöhnung mit dem Anderen