Die Seeschifffahrt bildet das Paradebeispiel für eine globalisierte Industrie. Katharina Reiling entwickelt anhand der Verwaltung der Seeschifffahrt ein Konzept für ein internationales Verwaltungsrecht. Ihre tragende Idee lautet, dass sich die internationale Verwaltung strukturell als Konglomeratsverwaltung darstellt und deswegen ihr Instrumentarium und die juristischen Kautelen zur Einhegung internationaler Verwaltungstätigkeit auf dieses Konglomeratsdenken ausgerichtet sein müssen. Sie untersucht die Organisation, die Handlungsinstrumente, die Verwaltungslegitimation sowie den Rechtsschutz in der internationalen Verwaltung. Abschließend wird ausgelotet, ob und inwiefern Rechtsgrundsätze des internationalen Verwaltungsrechts eine Alternative zum Verfassungsdenken liefern können."Die Arbeit dürfte auch für am Seevölkerrecht oder am Seehandelsrecht Interessierte neue Perspektiven eröffnen - auf jeden Fall aber wird sie auf Jahre das Standardwerk zum Seeverwaltungsrecht und ein bedeutendes Referenzwerk für das internationale Verwaltungsrecht sein."Stefan Talmon DVBL 10 (2025) 630
Geboren 1984; Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Konstanz; 2015 Promotion und Zweite Juristische Staatsprüfung; 2022 Habilitation (Konstanz); Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Bonn.
1. Kapitel: Grundlagen2. Kapitel: ReferenzgebieteErster Teil: Seesicherheits- und SeeumweltrechtZweiter Teil: Seearbeits- und SeesozialrechtDritter Teil: Seegesundheitsrecht3. Kapitel: Verwaltungsorganisation4. Kapitel: Handlungsinstrumente der Seeverwaltung5. Kapitel: Rechtssetzung der internationalen Verwaltung6. Kapitel: Schutz vor der internationalen VerwaltungErster Teil: Rechtsschutz gegen die internationale VerwaltungZweiter Teil: Schutz vor Fremdbestimmung durch die private Seeverwaltung7. Kapitel: Metagovernance - Ordnung in VielfaltErster Teil: VerwaltungskontrolleZweiter Teil: KorruptionspräventionDritter Teil: Kohärenzsicherung8. Kapitel: Rechtsgrundsätze des internationalen VerwaltungsrechtsGesamtschau