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Guter Mathematikunterricht beruht auf Dauer nicht allein auf Sachkenntnis und Unterrichtstechniken. Guter Mathematikunterricht ist vor allem Einstellungssache, und die Widersprüche des Alltags verpflichten und befreien jeden Lehrer zum eigenen Standpunkt. Mit dieser Überzeugung ist die vorliegende Einführung in die Mathematikdidaktik für Studenten, Referendare und Lehrer an Sekundarstufen geschrieben. Sie will Studierende und Praktiker über grundlegende alte und neue Ideen, Einsichten und Standpunkte mit Blick auf das Unterrichtsganze informieren, ohne den Leser in eine "wissenschaftlich abgesicherte" oder nur moderne Richtung zu drängen.
Prof. Dr. Lutz Führer ist Professor für Didaktik der Mathematik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/ M. Zuvor war er 18 Jahre als Gymnasiallehrer tätig, davon 12 Jahre Fachleiter für Mathematik.
1. „Mathematikdidaktik“.- 2. Orientierungspunkte zum Mathematikunterricht an Allgemeinbildenden Schulen.- 3. Fragend-entwickelnder Unterricht.- 4. Beispiele zur Aktivitätspädagogik.- 5. Bildung als Prozeß.- 6. Bildung als Hintergrundwissen.- 7. Bildung als Vordergrundwissen.- 8. Zur Lehrerrolle.- Nachwort.- Zusammenstellung der Thesen.- A-1.1 Artikel 7 des Grundgesetzes (Schulwesen).- A-1.2 Funktionen der Schule nach der nordrhein-westfälischen Verfassung.- A-1.3 Funktionen der Schule nach den nordrhein-westfälischen Schul- und Bildungsgesetzen.- A-1.4 Funktionen der Schule nach dem Hessischen Schulgesetz.- A-1.5 Jean-Jacques Rousseau.- A-1.6 „Pädagogik vom Kinde aus“ und Mathematisches im „Emile“ (1762).- A-2.1 Zwei Unterrichtsstunden zum regelmäßigen Sechseck.- A-2.2 Halbordnungen im Kopf: „Concept Mapping“.- A-3.1 Eine Kritik des fragend-entwickelnden Mathematikunterrichts von „rechts“ (1827).- A-3.2 Die ganz alte Fragemethode (nach W. Lietzmann, 1919).- A-3.3 Eine Mathematiklehrprobe von Georg Kerschensteiner (1912).- A-4.1.1 Eine Rechenstunde im Sinne Hugo Gaudigs( 1921).- A-4.2.1 Georg Kerschensteiner: Der Starenkasten (1926).- A-4.3.1 Mathematische Freiarbeit nach Carleton Washburne ( 1929).- A-4.4.1 Ein Beispiel und ein Gegenbeispiel zum Gruppenunterricht.- A-4.5.1 Einige Projektskizzen.- A-4.6.1 Kerschensteiner und Gaudig im Streit (1911).- A-5.1.1 Martin Wagenschein: Entdeckung der Axiomatik (1974).- A-5.1.2 Martin Wagenschein: Ein Unterrichtsgespräch über Primzahlen (1949).- A-5.1.3 Real-existierender Mathematikunterricht.- A-5.2.1 Entdeckendes Üben (Heinrich Winter, 1984).- A-5.3.1 George Polya: Wie lehren wir Problemlösen? (1966).- A-6.1.1 Aus Bruners „Der Prozeß der Erziehung“ (1960).- A-6.2.1 Themenkreis Ähnlichkeit(Alexander I. Wittenberg, 1963).- A-6.3.1 Hans Freudenthal über Axiomatik und Sprache im Mathematikunterricht (1963).- A-6.3.2 Mathematik als Sprache (Herbert Mehrtens, 1993).- A-6.4.1 Die Winkelsumme im Dreieck - eine Wiederholungsstunde in Klasse 7.- A-6.4.2 Carl Friedrich Gauß und die Winkelsumme in einem wirklich großen Dreieck (ca. 1827).- A-7.1.1 Eine anwendungsorientierte Rechenstunde (O. F. Kanitz, 1924).- A-7.2.1 Öffentliches Meinungsdesign: Sieben Jahre Matte reichen! (1995).- A-8.1.1 Ein fehlerprovozierender Test nach der Mittelstufe.- A-8.2.1 „Pädagogischer Bezug“ und „pädagogischer Takt“ (Herman Nohl, 1935).- A-8.2.2 Der reale Mathematiklehrer.- Literatur.