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Bastian Reich analysiert die Marktmanipulationstatbestände im europäischen Kryptowerterecht mit besonderem Fokus auf Art. 91 MiCAR. Er verortet die seit dem 30. Dezember 2024 vollständig anwendbare Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCAR) systematisch im Rahmen des europäischen Kapitalmarktrechts und arbeitet ihre spezifische Struktur und Zielrichtung im Verhältnis zur Marktmissbrauchsverordnung (MAR) heraus. Im ersten Teil legt er dar, dass die in Art. 2 MiCAR angenommene strikte Trennung beider Regelungsbereiche einer differenzierten Betrachtung nicht standhält. Der zweite Teil bietet eine detaillierte Analyse des Art. 91 MiCAR, dessen Schwerpunkt auf dem Schutz von Kleinanlegern liegt und sich damit von der Allokationseffizienz des Kapitalmarktrechts löst. Anhand eines rechtsökonomischen Vergleichs beider Normkomplexe zeigt der Autor, wie sich aus dieser Zielverschiebung ein anderes Anlegerleitbild ergibt, das stärker irrationale Entscheidungsmechanismen berücksichtigt. Zugleich werden bekannte Probleme des Marktmanipulationsrechts in diesem neuen Kontext beleuchtet und spezifische Fallkonstellationen aus der Praxis von Kryptowerten analysiert. Abschließend wird auf die zivilrechtlichen und aufsichtsrechtlichen Folgen von Verstößen gegen Art. 91 MiCAR eingegangen - einschließlich der umstrittenen Frage nach privatrechtlichen Ansprüchen.
Geboren 1997; 2015 Ausbildung zum Bankkaufmann; 2018 Studium der Rechtswissenschaften an derUniversität Münster; 2022 Erste Juristische Prüfung; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut fürUnternehmens- und Kapitalmarktrecht - Abt. I der Universität Münster; 2025 Promotion;Rechtsreferendariat am OLG Hamm.
§ 1 EinleitungA. ProblemaufrissB. Themeneingrenzung und Gang der Untersuchung§ 2 Technische GrundlagenA. Die grundlegende Idee einer Blockchain-basierten WährungB. DLT, Blockchain und Smart ContractsC. Der technische Hintergrund eines KryptowertsD. Ergebnis§ 3 Die Grundstruktur der Digital Finance StrategyA. Die Digital Finance StrategyB. Die Entstehung der MiCAR im BesonderenC. Ergebnis§ 4 Der Anwendungsbereich der MiCARA. Bedeutung für das MarktmanipulationsverbotB. Die Kryptowerte der MiCARC. Anbieter von Kryptowerte Dienstleistungen im ÜberblickD. Ergebnis§ 5 Einführung in das Marktmissbrauchsrecht der MiCARA. Der Geltungsbereich der Vorschriften zum MarktmissbrauchB. Titel VI der MiCAR im Überblick§ 6 Das Verbot der Marktmanipulation nach Art. 91 MiCARA. Sinn und Zweck des Verbots der MarktmanipulationB. Der Tatbestand des Art. 91 MiCAR im Vergleich zu Art. 12, 15 MARC. Ergebnis§ 7 Grundsatzprobleme des Art. 91 MiCARA. Die Probleme von Art. 15, 12 MAR im Kontext von Art. 91 MiCARB. Individualisierungsmerkmale des Art. 91 MiCARC. Ergebnis§ 8 Besondere Anwendungsfälle des Art. 91 MiCARA. „Finfluencer" und MemecoinsB. Kooperatives Zusammenwirken und MarktmanipulationC. Der Einfluss des KonsensmechanismusD. Die Besonderheiten dezentraler HandelsplattformenE. Manipulation von Waren, Dienstleistungen und sonstigen Referenzwerten?F. Exploits und Hacking im Kontext der MarktmanipulationI. Die Ausnutzung von Programmierschwächen im Code des KryptowertsG. Das Problem der WaleH. Ergebnis§ 9 Rechtsfolgen von Verstößen gegen Art. 91 MiCARA. Aufsichtsmaßnahmen und SanktionenB. Ansprüche von Einzelpersonen bei Verstößen gegen Art. 91 MiCARC. Exkurs: Die Sanktionierung staatlicher Verstöße gegen Art. 91 MiCAR§ 10 Zusammenfassung in Thesen und rechtspolitischer AusblickA. Zusammenfassung in ThesenB. Rechtspolitischer Ausblick