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Wann genau kann von einem "Parting of the Ways" zwischen Juden und Christen gesprochen werden? Ging die entscheidende Initiative bereits auf Jesus zurück oder vollzog Paulus mit seiner Mission von Heiden den entscheidenden Schritt? Oder müssen wir bis zur Zerstörung des Tempels in Jerusalem im Jahr 70 n.Chr. warten? In seinem neuen Buch, das auf die Deichmann Lectures des Jahres 2013 zurückgeht, zeigt Tobias Nicklas, dass bereits die oben formulierte Frage falsch gestellt ist. Stattdessen ist zwischen den Situationen verschiedener Gruppen (und selbst Einzelpersonen) in verschiedenen historischen Kontexten zu differenzieren. Um dies zu zeigen, diskutiert Nicklas exemplarisch Bilder von "Juden" in frühchristlicher Literatur, Konzepte von Israels Gott und seinem Bund mit Israel, das Problem christologisch beeinflusster Schrifthermeneutiken sowie Fragen einer Halakha auch für Christen.
Geboren 1967; 2000 Promotion und 2004 Habilitation an der Universität Regensburg; Professor für Exegese und Hermeneutik des Neuen Testaments an der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Regensburg.