Iosif Brodskij (1940–1996) liefert mit seinem Gedichtzyklus Rimskie ėlegii die poetische Bilanz eines Rom-Aufenthalts und zugleich eine komplexe poetologische Auseinandersetzung mit den Traditionen des Schreibens in und über Rom. Die Studie macht die abwesend-präsenten Stimmen der dichterischen Vorläufer – von Properz, Tibull und Ovid über Goethe bis hin zu Mandel’štam – hörbar und entwickelt aus der Deutung des Rom-Zyklus einen Beitrag zur Poetik von Brodskijs dichterischem Gesamtwerk.
Der Autor: Jens Herlth, geboren 1971 in Bielefeld, studierte Slavistik, Germanistik und Philosophie in Köln und Moskau. Seit 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Slavischen Institut der Universität zu Köln. Promotion 2002.
Aus dem Inhalt: Die Rimskie ėlegii im Werk Iosif Brodskijs – Rom als «Resonanzraum» der Lektüre – Bezüge zur römischen Liebeselegie, zu Goethes «Römischen Elegien», zu Ovid und Osip Mandel’štam – Schrift und Zeit in den Rimskie ėlegii – «Nacktheit» und «Falten» des Rom-Textes: das poetologische Modell der Rimskie ėlegii.
Sylvia Sasse, Ulrich Schmid, Anastassia Forquenot de la Fortelle, Barbara Sonnenhauser, Ekaterina Velmezova, Thomas Grob, Jens Herlth, Jean-Philippe Jaccard, Olga Inkova