Wie wird ein bestimmter Umgang mit Geld zum Ausgangs- und Fixpunkt für ein gutes Dasein? Diesem Zusammenhang von Geldgebrauch und Subjektkonstitution widmet sich das Buch anhand einer Untersuchung des nachhaltigen Geldanlegens. Es präsentiert eine wissenssoziologische Diskursanalyse deutschsprachiger Ratgeberbücher zu nachhaltigen Geldanlagen, in deren Fokus darin enthaltene Vorstellungen eines sich über einen richtigen Geldgebrauch konstituierenden guten Anleger:innensubjekts stehen. Dabei zeigt sich, dass in den Ratgebern ein Modell richtigen Handelns und Seins vorliegt, das über diesen Praxisbereich hinaus auf eine allgemeinere Vorstellung moralischer Subjektivität verweist.
Martin Blessinger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Soziologie der Universität Augsburg.
1. Einleitung.- 2. Das Geld, der (nachhaltige) Geldgebrauch und seine Subjekte in der soziologischen Forschung.- 3. Analyse von Modellsubjekten im Diskurs nachhaltiger Geldanlagen: Theoretische und methodische Grundlegung.- 4. Zur Geschichte und Gegenwart der nachhaltigen Geldanlage.- 5. Der sozial-ökologische Nachhaltigkeitsdiskurs in den Ratgebern zu nachhaltigen Geldanlagen.- 6. Das Modellsubjekt des sozial-ökologischen Diskurses nachhaltiger Geldanlagen: Die verantwortungsvolle Anleger:in.- 7. Geld und Verantwortung.- 8. Eine Typologie der Modellsubjekte.- 9. Fazit.