Der Begriff 'Realismus' wird kontextbezogen und sinnvariabel verwendet. Vor allem steht er im Kontrast zu seinem vermeintlichen Gegenspieler, dem Antirealismus. Problematisch an diesem Streit ist bereits die Unterstellung, dass sinnvoll zwischen beiden Ismen zu unterscheiden sei. Markus Schreiber setzt sich sinnkritisch mit ausgewählten Vertretern eines Realismus - vom Universalienstreit bis zu den Bemühungen um einen Neuen Realismus in der Gegenwart - auseinander. Er macht explizit, dass die Debatte um eine realistische Philosophie nicht bei einem Streit um Titelwörter stehen bleiben darf. Sie ist vielmehr jenseits der Grenzen des Dualismus zwischen Realismus und Antirealismus zu führen und hat die zentrale Bedeutung des Begrifflichen für die Konstitution der Wirklichkeit zu berücksichtigen.
Geboren 1989; Bachelorstudium der Philosophie und Germanistik an der Universität Marburg und Erfurt; Masterstudium Lehramt für die Fächer Deutsch und Ethik an der Universität Leipzig; 2018 Zweite Staatsprüfung; 2022 Promotion in Philosophie (Leipzig).
VorwortSiglenEinleitung1 Die Auseinandersetzung um die Wirklichkeit1.1 Realismus1.2 Antirealismus1.3 Das Realitätsproblem1.4 Realität und Wirklichkeit2 Bewegungen des Realismus2.1 Universalienstreit2.2 Empirie und sinnliche Gewissheit2.3 Transzendentaler Idealismus und empirischer Realismus2.4 Neue Ontologie und Neuer Realismus3 Aufhebung der Kontraste3.1 Der Idealismus der empiristischen Bewusstseinsphilosophie3.2 Idealismus als realistischer Blick auf Wissenschaft: Wirklichkeit vs. empirische Realität der Phänomene3.3 Der Begriff und die Wissenschaft