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Nadine Hamilton untersucht, wie unter heutigen Bedingungen von Gottes Gegenwart in der Welt gesprochen werden kann. Im Fokus steht der oft übersehene Zusammenhang von Schöpfungsglaube und Christusbekenntnis, der durch die einseitige Reduktion der Christologie auf soteriologische Aspekte zunehmend in den Hintergrund gerät. Dies gefährdet nicht nur die Verankerung der Christologie im Schöpfungsglauben, sondern schwächt auch ihre ethisch-politische Dimension.Dabei wird eine Christologie entwickelt, die Schöpfung vom Schöpfer aus versteht und mit ihm verbindet. Die chalcedonensische Lehre dient als Schlüssel, um die Schöpfungsmittlerschaft Christi, seine Präexistenz und die eschatologische Dimension der Schöpfung neu zu erschließen. Die Autorin verbindet so materialdogmatische Fragestellungen mit gesellschaftlich-ethischen Perspektiven und zeigt die weitreichenden kulturellen und politischen Implikationen einer solchen Theologie auf.
Geboren 1984; Studium der Ev. Theologie und Germanistik an der Universität Bayreuth; Privatdozentin und Akademische Rätin für Systematische Theologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).
1 Zur Situation1.1 Einführung1.2 Die christologische Debatte der gegenwärtigen Theologie1.3 Zwischen Inkarnation und Welterfüllung2 Die Schöpfung als Horizont der Weltwerdung des Dreieinigen2.1 Die schöpfungstheologische Weite der Christologie2.2 Der Dreieine als Horizont von der Rede vom Christus praesens3 Die zwei "Naturen" als Struktur einer Ontologie des Namens Gottes3.1 Konstruktive Christologie3.2 Konturen einer Ontologie des Namens Gottes4 Gottes Gegenwart im Christus praesens