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Julia Drube untersucht zentrale Aspekte der Diskussion um den Geschichtsbezug der Auferstehung. Im Zentrum steht die Frage nach der Leerfindung des Grabes Jesu. Neben einer Reflexion ihrer neutestamentlichen Darstellungen erfolgt eine Zusammenschau diskursprägender Positionen (Reimarus, Pannenberg, Bultmann, Lüdemann, Barth u.a.), die deren Abhängigkeit von ihren jeweiligen Geschichtskonzepten aufzeigt. Eine Problematisierung zeichenhafter Deutungen des leeren Grabes weist sodann blinde Flecken innerhalb des Auferstehungsdiskurses aus und zeigt, inwiefern das theologische Potenzial des leeren Grabes oft unterbestimmt bleibt. Um diesen Problemanzeigen zu begegnen, wird eine Deutung des leeren Grabes als Leerstelle und Lehrstelle entfaltet. Die Autorin leistet so einen Beitrag zur Wiedererlangung der Sprachfähigkeit in Bezug auf den Zentralgegenstand der christlichen Theologie: Die leibliche Auferstehung Jesu Christi.
Geboren 1996; 2014−19 Studium der Ev. Theologie und Germanistik an der Universität Kassel; 2019−21 Doktorandin im Fachgebiet der Systematischen Theologie; 2021 Promotion; Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ev. Theologie der Universität Kassel.
VorwortEinleitungTeil I: Der biblische Befund1.Hinführung2. Die Grableerfindung im Neuen Testament und seinem Umfeld3. ZusammenschauTeil II: Der systematisch-theologische Befund1. Die Auferstehung Jesu als historisches Ereignis (Pannenberg)2. Die Auferstehung aus der Perspektive neuzeitlich-rationalistischer Rationalitäten (Reimarus, Bultmann, Lüdemann)3. Die Auferstehung als Anlass zur Neuperspektivierung des Geschichtsbegriffs (Barth, Moltmann, Ringleben)4. Die These von der notwendigen Verwesung des Leichnams Jesu (Dalferth)5. Das leere Grab als Zeichen der/für die Auferstehung6. ZusammenschauTeil III: Eigene Deutung1. Das vorausgesetzte Geschichtsverständnis2. Der empirische Zustand des Grabes Jesu3. Versuch einer systematisch-theologischen Interpretation4. Das [leere] Grab Jesu als Leerstelle und Lehrstelle: Chancen und Herausforderungen der Rede vom leeren Grab