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Carve-out-Transaktionen, bei denen Unternehmensteile aus bestehenden Gesellschaften herausgelöst und verselbstständigt werden, gewinnen in der Unternehmenspraxis zunehmend an strategischer Bedeutung. Werden solche Transaktionen im Wege einer Abspaltung oder Ausgliederung nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes durchgeführt, unterliegen sie einem komplexen, dem Schutz der Gläubiger der beteiligten Rechtsträger dienenden Haftungssystem. Dieses Haftungssystem führt zu einer spürbaren Belastung der beteiligten Rechtsträger und steht damit scheinbar im Widerspruch zum Zweck des Umwandlungsgesetzes, Vermögensübertragungen zu erleichtern. Melina Maren Grauschopf untersucht, inwieweit das Haftungssystem des Umwandlungsgesetzes die praktische Eignung der Spaltung als Strukturierungsinstrument für Carve-out-Transaktionen infrage stellt. Sie zeigt Gestaltungsoptionen zur Begrenzung der Haftung auf und entwickelt Reformvorschläge für einen praxistauglichen Ausgleich zwischen Gläubigerschutz und Transaktionsinteressen.Die Arbeit wurde mit dem 18. Aulinger Promotionspreis 2025 der Ruhr-Universität Bochum ausgezeichnet.
Geboren 1990; Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Würzburg und Bristol; 2016 Erste Juristische Prüfung; Rechtsreferendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Bamberg; 2018 Zweite Juristische Staatsprüfung; Rechtsanwältin in München; Secondment in New York; 2024 Promotion (Bochum).
A. EinführungI. Einführung in die ThemenstellungII. Untersuchungsgegenstand und Ziel der UntersuchungIII. Vorgehensweise und Gang der UntersuchungB. Carve-out-Transaktionen nach dem UmwandlungsgesetzI. Begriffsbestimmung der Carve-out-TransaktionII. Zielrichtung von Carve-out-Transaktionen und Eingrenzung des UntersuchungsgegenstandsIII. Strukturierungsmöglichkeiten einer Carve-out-TransaktionC. Das Haftungssystem des Umwandlungsgesetzes im ÜberblickI. Beweggründe für das HaftungssystemII. Überblick über die relevanten HaftungsnormenIII. Die Nachhaftung gemäß § 133 UmwGIV. Die Sicherheitsleistung gemäß §§ 22, 125 Satz 1, 133 Abs. 1 Satz 2 UmwG 87V. Die Organhaftung gemäß §§ 25, 125 Satz 1 UmwGVI. Weitere Haftungsnormen innerhalb und außerhalb des UmwandlungsgesetzesD. Auswirkungen des Haftungssystems des Umwandlungsgesetzes auf Carve-out-TransaktionenI. Auswirkungen des Haftungssystems des § 133 Abs. 1 Satz 1 UmwG auf Carve-out-TransaktionenII. Auswirkungen des Haftungssystems der §§ 22, 125 Satz 1, 133 Abs. 1 Satz 2 UmwG auf Carve-out-TransaktionenIII. Auswirkungen des Haftungssystems der §§ 25, 125 Satz 1 UmwG auf Carve-out-TransaktionenE. Lösungsansätze zur Minimierung der HaftungsfolgenI. Lösungsansätze zur Minimierung der Haftungsfolgen bei § 133 Abs. 1 Satz 1 UmwGII. Lösungsansätze zur Minimierung der Haftungsfolgen bei §§ 22, 125 Satz 1, 133 Abs. 1 Satz 2 UmwGIII. Lösungsansätze zur Minimierung der Haftungsfolgen bei §§ 25, 125 Satz 1 UmwGF. ReformI. Reformbedürftigkeit des Haftungssystems des Umwandlungsgesetzes im Hinblick auf Carve-out-TransaktionenII. ReformvorschlagG. Schlussbetrachtung und AusblickH. Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse in Thesen