Inwiefern haben Martin Luther, Georg Büchner, Friedrich Nietzsche, Franz Kafka, Karl Barth und Dietrich Bonhoeffer das Bild der Moderne mitgestaltet? Welche Aspekte ihres Denkens weisen entscheidend über die Neuzeit hinaus?Unter diesen Gesichtspunkten sucht Michael Trowitzsch nach einer Theologie im Übergang. Dabei erweitert er die problemgeschichtliche Untersuchung zu grundsätzlichen Überlegungen zur gegenwärtigen Situation der Theologie. Er zeigt, daß das moderne Streben nach Macht als Strukturgesetz der Neuzeit gebrochen werden kann.
Geboren 1945; 1974 Promotion; 1975-80 wiss. Assistent in Bochum; 1981 Habilitation; 1980-82 Pfarrer in Täbingen (Württ.) und Privatdozent in Tübingen; 1983-93 Professor für Systematische Theologie in Münster, seit 1993 in Jena.
Freigesprochen! Überlegungen zum Jahresthema 1998 der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen - Gegen neuzeitliche Einsprüche: Das Alte Testament als Zeuge des Evangeliums - Die nachkonstantinische Kirche, die Kirche der Postmoderne - und Martin Luthers antizipierende Kritik - "Das sind die Lippen, welche das Wort Erbarmen gesprochen". Ein theologisches Gespräch mit Georg Büchner - Nietzsche, theologisch - Nachkritische Schriftauslegung bei Karl Barth - "Auf die Anfänge des Verstehens zurückgeworfen". Bemerkungen zu Dietrich Bonhoeffers Hermeneutik - Die Freigabe der Welt. Der Gedanke der Schöpfungsmittlerschaft Jesu Christi bei Dietrich Bonhoeffer - Jesus Christus: Wahrheit der Kirche, Einheit der Wirklichkeit oder: Bonhoeffer und die Postmoderne - Technokratie als Thema der Theologie - Hermeneutik der Wissenschaft. Ausblicke - Evangelische Theologie im Übergang