Der mit den im Vorangegangenen resümierten Beiträgen bestückte Sammelband ist nicht nur von einer enormen inhaltlichen Qualität, sondern überzeugt darüber hinaus auch mit einer, seine übergeordnete und von den Herausgeberinnen eingangs dargelegte Argumentation spiegelnde Struktur. Der Band leistet einen erheblichen Beitrag zum anhaltenden Fortschritt der etablierten Frauenforschung. Während weibliche Autorinnenschaft und deren Bedingungen in der Vergangenheit immer wieder als Fragestellungen in den Kunst- und Literaturwissenschaften zum Tragen gekommen sind, ist es den Herausgeberinnen und Autorinnen gelungen, sie neu zu formulieren und den Fokus dabei auf eine neue Perspektive, nämlich den Forschungsgegenstand weiblicher Autorität und Handlungsfähigkeit im intellektuellen Betätigungsbereich, zu lenken. Zuletzt macht auch das breite Spektrum der in den Kapiteln dargelegten weiblichen professionellen Tätigkeiten den Sammelband insbesondere für interdisziplinär Interessierte zu einem Gewinn.Anna Maria Niemann, Francia-Recensio 2022/4, Frühe Neuzeit – Revolution – Empire (1500–1815), DOI: https://doi.org/10.11588/frrec.2022.4.92013