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Das Offentlichkeitsdefizit gilt als Kern eines strukturellen Demokratiedefizits der Europaischen Union. Viele Beobachter bezweifeln, dass eine lebendige politische Offentlichkeit im vielsprachigen Raum Europas vorstellbar sei und glauben, die EU-Burger redeten chronisch "aneinander vorbei". Dahinter steht die Annahme, die Voraussetzungen politischer Kommunikation seien jenseits des Nationalstaats schlichtweg nicht gegeben. Diese hermeneutische Pramisse ist jedoch falsch. Politische Massenkommunikation in der Europaischen Union ist nicht nur moglich, sondern bereits recht weit entwickelt und weder eine gemeinsame Sprache, noch transnationale europaische Medien sind hierfur unerlasslich.
Cathleen Kantner ist wissenschaftliche Angestellte am Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr in Strausberg.
Vorbemerkung.- 1. Europäische Öffentlichkeit — Defizite und normative Erwartungen.- 2. Öffentlichkeit und demokratischer Prozess.- 2.1 Das liberale Erbe der Demokratietheorie.- 2.2 Die kommunikativen Voraussetzungen demokratischer Praxis.- 2.3 Konturen eines pragmatistisch-hermeneutischen Modells.- 3. Das Öffentlichkeitsdefizit der Europäischen Union.- 3.1 Das Parlamentarismusdefizit der Union.- 3.2 Zweifel an der Demokratiefähigkeit Europas.- 3.3 Schwierigkeiten transnationaler politischer Kommunikation.- 3.4 Die Argumente der Föderalisten: Mehr Demokratie wagen.- 4. Verstehen und Begründen im multisprachlichen Raum.- 4.1 Europa als modernes Babel?.- 4.2 Nur ein logischer Raum des Begründern.- 4.3 Die empirische Analyse europäischer Öffentlichkeit.- 5. Europa als Kommunikations- und Handlungsraum.- 5.1 Welt- und Gegenstandsbezug öffentlicher Kommunikation.- 5.2 Gegenstände europäischer politischer Massenkommunikation.- 5.3 Eine europäische „progressive Ära“?.
"Insgesamt liefert Kantners Werk eine uberzeugend argumentierte Grundlage zum Verstandnis der Transnationalisierungs- und Europaisierungsprozesse politischer Offentlichkeit." PVS - Politische Vierteljahresschrift, 01/2007