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Immer mehr Branchen bieten neben der mengenbezogenen Preisdifferenzierung auch so genannte Flatrates an. Empirische Studien zeigen, dass sich Konsumenten häufig nicht für den günstigsten Tarif entscheiden, sondern Pauschaltarife anderen Tarifen vorziehen. Viele Konsumenten scheinen somit bei der Tarifwahl einem kognitiven Fehler, der in der Literatur als Flatrate-Bias bezeichnet wird, zu unterliegen. Die Autoren überprüfen anhand von Befragungsdaten zu optionalen Mobilfunktarifen die Existenz und die Konsequenzen des Flatrate-Bias. Anschließend identifizieren und analysieren sie umfassend dessen Determinanten in Gestalt von motivations-, emotions- und kognitionsbedingten Tarifwahl-Anomalien. Die Autoren zeigen, dass bei über 75% der befragten Personen ein Flatrate-Bias vorliegt und dass der Rechnungsbetrag im Falle eines Flatrate-Bias um 35% höher ausfällt als im eigentlich günstigsten Tarif.
Sven Heidenreich ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship an der European Business School.Univ.-Prof. Dr. Frank Huber ist Inhaber des Lehrstuhls für Marketing I der Universität Mainz.Johannes Vogel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am selben Lehrstuhl.
Zur Relevanz von Flatrates im Kontext der Tarifwahl.- Preisdifferenzierung - Tarifstrukturen und deren Eigenschaften.- Grundlagen des Tarifwahlverhaltens.- Konzeptionelle Entwicklung eines Untersuchungsmodells zur Überprüfung der Determinanten von Flatrate-Präferenz und Flatrate-Bias.- Empirische Überprüfung von Existenz, Konsequenzen und Determinanten der Flatrate-Präferenz und des Flatrate-Bias anhand optionaler Mobilfunktarife.- Implikationen für Marketingpraxis und Marketingforschung.- Schlussbetrachtung und Ausblick.
Johannes Vogel, Arthur Rimbaud, Dennis Disselhoff, Sanna Schulte, Marina Lerf, Matthias Berning, Andreas Girbig, Michael Hofmann, Peter Weiss, André Breton, Gunnar Ekelöf, Artur Lundkvist, Henry Miller, Max Jacob, Henri Michaux, Arnd Beise, Sharon Dodua Otoo, Arnd Beise, Lothar Van Laak