Jenseits der von ihnen zur Erscheinung gebrachten Bilder und Zeichen reizen mittelalterliche Textilien die Wahrnehmung durch ihre kostbare, mal diaphane, mal schimmernde und plastische Materialität. Die hier versammelten Beiträge untersuchen Bildteppiche, Paramente und andere Textilien vom Frühmittelalter bis in die Zeit um 1500 im Hinblick auf das von ihnen entfaltete Spannungsverhältnis zwischen Bildlichkeit und spezifischer Stofflichkeit, fragen nach Semantisierungen von Textilien, medialen Austauschbeziehungen, nach Raum- und Körperbezügen und möchten damit medien- und kulturwissenschaftlich geprägte Perspektivierungen «beziehungsreicher Gewebe» anregen.
Tina Bawden, Peter von Möllendorff, Ulrich Rehm, Bruno Reudenbach, Barbara Schellewald, Markus Späth, Maria Stürzebecher, Kristin Böse, Romina Ebenhöch, David Ganz, Karin Gludovatz, Claudia Hattendorff, Vera Henkelmann, Saskia Hennig von Lange, Helmut Krasser, Antje Bosselmann-Ruickbie, Markus Späth