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Der spatial turn in den Sozialwissenschaften rückt die Bedeutung des Raumes für die Analyse gesellschaftlicher Beziehungen verstärkt in den Vordergrund. Auf der Grundlage einer konstruktivistischen Politischen Geographie adressiert das Buch ein Themengebiet, welches ein erhebliches Medienecho erfahren hat. Die amerikanischen Raketenabwehrprogramme waren und sind Zankapfel nicht nur transatlantischer Sicherheitsbeziehungen, sondern werden als Beweis amerikanischer Hegemoniebestrebungen ins Feld geführt. Analysen nähern sich dem Themenkomplex jedoch zumeist aus klassischer Sicht und stellen vor allem militärtechnologische als auch (geo)strategische Überlegungen in den Vordergrund. An dieser Stelle steht jedoch die Verwendung räumlicher Repräsentationsweisen, insbesondere unter Berücksichtigung zentraler verwendeter Metaphern im Vordergrund der Arbeit. Damit wird eine Forschungslücke geschlossen, die nachgerade die Integration von Metaphern als Kernelemente räumlicher Konstruktionsweisen erfordert.
Jan Helmig war Koordinator des Graduiertenkollegs 'Weltbegriffe und globale Strukturmuster' an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen amerikanische Rüstungsprogramme sowie geopolitische Ansätze in den Internationalen Beziehungen.
Einleitende Bemerkungen.- Grundlegende theoretische Prämissen.- Diskurse.- Geopolitik — Raum als grundlegendes Element der Politik.- Metaphern.- Weltbilder, Feindbilder und Raumbilder.- Die amerikanischen Raketenabwehrprogramme.- Raum- und Feindbildkonstruktionen zur Interessendurchsetzung.- Die drei Formeln und ihre diskursive Relevanz für die US-Raketenabwehr.- Abschließende Bemerkungen.